Hallo zusammen. Ich möchte einfach mal fragen, ob jemand Ähnliches durchgemacht hat und wie er damit umgegangen ist.
Ich nehme seit einigen Jahren Sertralin gegen Depressionen und Angstzustände. Ich war auf 100 mg und versuchte, die Dosis langsam abzusetzen. Gleichzeitig hatte ich eine größere Operation und bin während meiner Genesung von der Arbeit befreit. Die Symptome der Depression kehrten langsam zurück, also habe ich Sertralin wieder eingenommen – doch es hat nicht geholfen, und jetzt leide ich schwer unter Depressionen.
Aus dem Bett zu kommen, ist eine Herausforderung. Ich stehe auf, bereite die Kinder für die Schule vor und komme dann nach Hause, um den ganzen Tag im Bett zu verbringen. Einfache Dinge wie Duschen, Mahlzeiten planen, Kochen, Aufräumen erscheinen mir unmöglich. Der Haushalt stapelt sich, was mich noch schlechter fühlen lässt. Mein Kopf ist benebelt, und ich kann nicht klar denken. Alles erscheint hoffnungslos, und ich habe keinerlei Motivation. Ich habe mit meinem Arzt gesprochen, der die Sertralin-Dosis auf 125 mg erhöht hat. Ich nehme sie nun etwa eine Woche ein, doch es hilft überhaupt nicht – vielleicht fühle ich mich sogar noch schlechter.
Entschuldigung, dass ich so viel erzähle, aber hat jemand anderes Schwierigkeiten gehabt, wieder in den Alltag zurückzufinden, nachdem er Sertralin wieder eingenommen oder die Dosis erhöht hat? Habt ihr Tipps, wie ich mich motivieren kann, oder muss ich einfach abwarten und hoffen, dass das Medikament bald wirkt? Ich habe auch eine CBT-Sitzung für nächste Woche vereinbart.
Ich fühle mich wie eine schreckliche Ehefrau und Mutter. Ich habe keine Ahnung, wie ich Weihnachten bewältigen soll, wenn sich nichts bald bessert.
Danke an alle, die sich die Zeit nehmen, dies zu lesen und zu antworten.